Kooperative Ausbildung

Grundlage der kooperativen Berufsausbildung ist ein regulärer Ausbildungsvertrag.

Ausbildender ist in fachpraktischer Hinsicht der Betrieb. Die Vermittlung der Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten laut Rahmenstoffplan des jeweiligen Berufes sind von diesem Betrieb zu leisten. Die Kooperationsbetriebe müssen nach Art und Umfang in der Lage sein, alle Ausbildungsinhalte gemäß der Ausbildungsverordnung zu vermitteln. Es muss ein fachlich geeigneter Ausbilder vorhanden sein.

Die fachtheoretische Wissensvermittlung findet  in der Berufsschule statt. Das Begegnungszentrum als Träger zeichnet für einen kontinuierlichen Stütz- und Förderunterricht sowie die, auf eine Stabilisierung des Ausbildungsverlaufs abzielende, sozialpädagogische Begleitung verantwortlich.

Als Grundlage hierfür dient ein verbindlich für alle beteiligten abzuschließender Kooperationsvertrag. Eine Weisungsgebundenheit des Trägers gegenüber dem Ausbilder des Kooperationsbetriebes wird im Kooperationsvertrag vereinbart. Ein Mitspracherecht des Betriebes ist über den Kooperationsvertrag geregelt.

 

Eckdaten der zeitlichen Organisation:

  • Fachpraktische Ausbildung im Betrieb (2,5 - 3 Tage die Woche)
  • Fachtheoretische Ausbildung in der Berufsschule (1 - 2 Tage die Woche)
  • Individuelle Förderung und sozialpädagogische Begleitung durch den Träger
    (1/2 - 1 Tag die Woche, abhängig von den Berufsschultagen)
  • Angebot der zusätzlichen Begleitung durch den Träger (neben o. a. Zeiträumen)

Ziel der Maßnahme ist es, den Teilnehmern die individuell benötigten Hilfen zu geben, die sie brauchen, um in die Gesellschaft integriert zu werden, d. h. konkret:

Vorrangiges Ziel ist es, das Entwicklungspotential der jungen Menschen zu entdecken und ihnen eine Perspektive in der Ausbildung aufzuzeigen.
Durch Vermittlung von Erfolgserlebnissen und Anerkennung in der praktischen Arbeit wird der Aufbau einer tragfähigen Lern-, Leistungs- und Arbeitsmotivation unterstützt, eine persönliche Stabilisierung der Teilnehmer erreicht und damit die Voraussetzungen geschaffen, in die berufliche Orientierung und berufliche Planung einzusteigen.

Dies kann nach den bisherigen Erfahrungen nur gelingen, wenn es klare Strukturen und Rahmenbedingungen gibt. Ein unpünktliches Erscheinen oder unentschuldigtes Fehlen als Beispiel wird in der Regel konsequent abgemahnt. Die Teilnehmer müssen sich dann vor dem Träger, ihrem Arbeitgeber bzw. dem zuständigen Fallmanager bzw. Vermittler etc. verantworten. Die Erfahrungen aus anderen Projekten haben gezeigt, dass diese Transparenz und diese klaren Grenzen von einem überwiegenden Teil der Teilnehmer akzeptiert werden.

Die Teilnehmer  werden individuell begleitet und erhalten modular angelegte Qualifikationsbausteine, die Ihnen die Integration in den ersten Arbeitsmarkt erleichtern soll. Zudem steht bei den Teilnehmern mit erheblichen Vermittlungsdefiziten neben der Herstellung bzw. dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit zentral auch die präventive Verbesserung der beruflichen Eingliederungschancen im Vordergrund.

 

Fachpraktische Ausbildung im Betrieb
Im fachpraktischen Teil der Ausbildung werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern umfassende Kenntnisse und Fertigkeiten aus den jeweiligen Arbeitsfeldern vermittelt. Die praktische Ausbildung wird von den Kooperationsbetrieben geleistet.

Fachtheoretische Ausbildung in der Berufsschule
Fachpraktische Ausbildung als verpflichtender Besuch der Berufsschule entsprechend der Ausbildungsverordnung.

Individuelle Förderplanung und sozialpädagogische Begleitung
Im Rahmen von Stütz- und Förderunterricht bearbeiten ausgebildete Fachkräfte individuelle schulische Schwierigkeiten und vertiefen die Inhalte der Berufsschule. In den Räumen des Begegnungszentrums findet im praktischen Unterricht eine Verzahnung von Theorie und Praxis statt. Außerdem werden die Auszubildenden während der gesamten Ausbildungszeit sozialpädagogisch begleitet. Persönliche Schwierigkeiten, die den Ausbildungserfolg gefährden könnten, werden aufgearbeitet, Hilfestellung bei Problemen im sozialen Umfeld angeboten.

 

Gesamtziel ist die individuellen Stärken und Fähigkeiten der Teilnehmer zu entdecken und sie bei der beruflichen Entwicklung sinnvoll einzusetzen. Der Unternehmensgeist soll geweckt werden, damit sie ihren Lebens- und Berufsweg selbständiger als bisher in die Hand nehmen.

Zur Zeit wird bei uns eine Jugendliche (seit 09/2015) im Rahmen dieses Projektes  zur Kauffrau im Einzelhandel ausgebildet. Die Förderung dieser Ausbildungsstellen übernimmt der Kreis Steinfurt im Rahmen der SGB II Förderung.

 

Ansprechpartner*in:
Ralph Jenders, Tel. 05451 9664 11, Mail an R. Jenders
Anne Lahrmann, Tel.05451 9664 16, Mail an A. Lahrmann